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2) Zwei rechnen ab

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Earp und Holliday – Zwei rechnen ab

Wyatt Earp galt schon zu Lebzeiten als Legende. Er hatte ein Buch über sein abenteuerliches Leben schreiben lassen. Sein letzter Wohnsitz war Los Angeles. Deshalb wundert es nicht, dass die Traumfabrik schon sehr bald Filme über Earp herstellen ließ.


Einer der ersten war Law and order von 1932. 1934 folgte Frontier Marshal. 1939 wurde der Film, der auf Earps Biografie beruht, mit Randolph Scott ein zweites Mal verfilmt.
 

Den ersten Earp-Klassiker inszenierte Meisterregisseur John Ford 1946. Ford hatte bereits mit Stagecoach/Ringo (1939) einen bahnbrechenden Western gedreht und den Western-Film einem erwachsenerem Publikum zugänglich gemacht. My Darling Clementine/Faustrecht der Prärie hält sich nur in groben Zügen an die wahren Ereignisse. Henry Fonda als Wyatt Earp gibt eine gewohnt souverän coole Vorstellung, die ein wenig an seine Darstellung des James Frank in den Jesse-James-Western erinnert.
Victor Mature als Doc Holliday wirkt allerdings etwas zu vital für einen Todkranken. Trotzdem gilt der Film unter Western-Fans als Klassiker.

1955 spielt Joel Mc Crea in Wichita Wyatt Earp. Der Film wurde von Jacques Tourneur inszeniert und gewann einen Golden Globe.

Wichita

1957 verfilmt John Sturges das Thema ein weiteres mal. Bei Gunfight at the O.K Corral/Zwei rechnen ab ist der Name Programm. Der Höhepunkt des Films ist das Duell. Um als Monumentalfilm durchzugehen fehlt dem Streifen die epische Breite, dafür gibts Action satt und mit Burt Lancaster und Kirk Douglas zwei gutaufgelegte Weltstars.

Das Thema lässt John Sturges nicht los und er dreht 1967 einen weiteren Earp-Western: In Die fünf Geächteten/Hour of the gun schlüpfen James Garner und Jason Robards in die Rollen von Earp und Holliday.

hourofthegun

1971 stand zum ersten Mal Doc Holliday im Mittelpunkt des Geschehens. In dem fiktiven Streifen Doc leiht Stacy Keach dem verhinderten Zahnarzt sein Gesicht.

dockatie

Anfang der 90er Jahre nehmen sich zwei Filmstudios fast gleichzeitig des Themas Wyatt Earp an. Hollywood-Pictures schafft es als erste Produktion den Film Tombstone (1993) zu präsentieren. Die Macher setzen alles auf die Karte Action und haben hierfür mit George Pan Cosmatos den richtigen Regisseur an der Hand. Der durch den Klopper-Film Rambo2 bekannt gewordene Grieche macht diesmal alles richtig. Nie war der Leinwand-Western wilder. Die Protagonisten wirken alle überzeichnet, doch niemals deplaziert. Da der Westernfilm gerade ein kleines Comeback erlebte, tummeln sich bei dieser Produktion bis in die Nebenrollen viele Stars. Erwähnenswert sind unter anderem Kurt Russel als Wyatt Earp und Val Kilmer als Doc, der die Performance seines Lebens gibt. Nie hat Doc Holliday kränker ausgesehen, nie war er zynischer. Auch Stephen Lang als Ike Clanton könnte direkt einer Geisterbahn entsprungen sein. Für Michael Biehn (Jonny Ringo), bekannt aus dem Kult-Film Terminator, war es bis heute die letzte größere Rolle. Sogar an der Erzählerstimme wurde nicht gespart: Im Original spricht Robert Mitchum. Der Film bietet kurzweilige, erstklassige Unterhaltung und spricht auch ein Publikum an, dem herkömmliche Western zu verstaubt sind.

Knapp ein Jahr später kam der schlicht betitelte Wyatt Earp in die Kinos. Warner Brothers ging auf Nummer sicher, indem sie Kevin Costner als Hauptdarsteller verpflichtet hatten. Costner spielte in einigen der erfolgreichsten Filmen der 90er wie zum Beispiel Robin Hood, Der mit dem Wolf tanzt und Bodyguard. Auch wenn die Mehrzahl der Kinogänger nicht schon wieder einen Wyatt Earp sehen wollten, für einen Kevin Costner wurde damals ein Kinoticket gelöst. Für eingefleischte Western-Fans waren aber andere Fragen viel wichtiger: Wie spielt Dennis Quaid die Rolle des Doc Holliday? Und würde seine Darstellung an die genialen Vorstellungen von Kirk Douglas und Val Kilmer herankommen? Auch diese Verfilmung wurde ein Erfolg. Wyatt Earp ist anders angelegt als Tombstone. Wyatt Earp ist mehr Monumental- als Action-Film.
Er beeindruckt durch grandiose Landschaftsaufnahmen und erzählt die Geschichte annähernd historisch genau. Dennis Quaid überzeugt als Doc Holliday und sieht geschminkt als erster Darsteller dem historischen Holliday sogar ähnlich. Die Lauflänge von über 3 Stunden entspricht nicht dem üblichen Western-Standard. Costner hatte seine erste größere Rolle 1985 in dem Western Silverado und blieb dem Genre bis heute treu. Alle seine Western wurden große Erfolge (Silverado, Der mit dem Wolf tanzt, Wyatt Earp und Open Range). Costner spielte entgegen dem Mainstream in Westernfilmen und wurde immer an den Kinokassen für seinen Mut belohnt. Außer bei Silverado konnte Costner auf alle seine Western-Projekte Einfluss nehmen und legte jedesmal sein Augenmerk auf historische Genauigkeit.

Da diese letzte Earp-Verfilmung bereits 16 Jahre zurückliegt, wird es in nächster Zeit bestimmt eine Neuverfilmung geben, wenn nicht fürs Kino, dann zumindest als TV-Film. lawman.de

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Wyatt Earp und die Historie

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