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Karl May – Western made in Germany

1962 brachte der Produzent Horst Wendlandt ein kurioses Phänomen in die Kinos – einen deutschen Western. „Der Schatz im Silbersee“ war so erfolgreich, dass eine Serie von Filmen folgte, die erst 1968 mit „Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten“ ihren Abschluss fand.

Warum wurden der „Schatz im Silbersee“ und die anderen Karl-May-Western zu Blockbustern?

Wendlandt dachte nicht kleinkariert, er war international aufgestellt.
Die jugoslawischen Drehorte wirken stimmig und passen zu den Geschichten. Vor und hinter der Kamera tummelten sich etliche Nationen. Am Set wurden mehrere Sprachen gesprochen.
Horst Wendlandt hatte mit Harald Reinl den richtigen Regisseur an der Hand. Der Österreicher war ein Experte für Massenszenen und die Auswahl von eindrucksvollen Drehorten.

Ein weiterer Glücksfall war der Cast der Schauspieler. Angefangen von Lex Barker und Pierre Brice, als Old Shatterhand und Winnetou, über Reinls damalige Frau Karin Dor (Ellen Patterson), bis hin zu den liebevoll gestalteten Nebenrollen von Ralf Wolter und Eddi Arent (Sam Hawkens und Lord Castlepool).
Das Drehbuch hat zwar nicht mehr viel mit dem Roman gemeinsam, muss an dieser Stelle aber erwähnt werden. Die Schatzjagd im Wilden Westen lässt keine Zeit für Langeweile aufkommen: Colonel Brinkley und seine Tramps ermorden den Vater von Fred Engel (Götz George) und rauben ihm den Teil einer Schatzkarte. Um in den Besitz der zweiten Hälfte zu gelangen, nehmen die Banditen die Tochter des Ingenieurs Patterson als Geisel. Winnetou und Old Shatterhand greifen ein…

Zum nachhaltigen Erfolg trug auch die zeitlos schöne Filmmusik vom Komponisten Martin Böttcher bei.
Wer 1962/63 den Film noch nicht gesehen hatte, hörte trotzdem überall die Old-Shatterhand-Melodie.
Die Filmmusik schaffte es in die Hitparade.

Die Filme bedienten in den sechziger Jahren die Sehnsucht der Deutschen nach fremden Ländern und (familientauglichen) Abenteuern. Jugoslawien wurde bald zum zweitbeliebtesten Urlaubsland. In den Filmen nahm man auch Rücksicht auf die deutsche Mentalität der damaligen Zeit: Alles hatte seine Ordnung. Es gab eine klare Trennung von Gut und Böse. Im krassen Gegensatz dazu entstanden fast zeitgleich die Italowestern.

Nach dem Schatz im Silbersee" durfte Reinl die Winnetou-Trilogie verfilmen.
In den nächsten Jahren wurde die Nachfrage nach Karl May und seinen Helden so groß, dass noch andere Regisseure eingesetzt wurden, um weitere Abenteuer auf die Leinwand zu bringen. An die Reinl-Verfilmungen reichen diese Filme aber nicht heran. 1967 beendete Produzent Wendlandt seine Karl-May-Aktivitäten. Sein Konkurrent Artur Brauner von CCC-Filmkunst wollte die Serie ein Jahr später wiederbeleben und versammelte noch einmal das Reinl-Erfolgsteam um sich. „Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten" war das Ergebnis. Der Film bedient, im positiven Sinne, alle Klischees der May-Verfilmungen und liefert eine beeindruckende Wild-West-Revue, zeigt aber auch, dass die Geschichten um den edlen Häuptling nach sieben Jahren auserzählt waren und sich das Publikum langsam abwandte … lawman.de

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Umfassende Informationen zum Thema Karl-May-Verfilmungen findet man auf:
www.karl-may-filme.de

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